29. Janu­ar 2020

Lehrschwimmbecken am Schulstandort Adenau hat höchste Priorität: Landrat Dr. Pföhler sprach bei CDU-Bürgerstammtisch über Perspektiven der Verbandsgemeinde Adenau

Die Ein­rich­tung eines Lehr­schwimm­be­ckens am Schul­stand­ort Ade­nau hat höchs­te Prio­ri­tät für den Kreis Ahr­wei­ler. Dies war eine der zen­tra­len Aus­sa­gen von Land­rat Dr. Jür­gen Pföh­ler beim Bür­ger­stamm­tisch des CDU-Gemein­­de­­ver­­­ban­­des Ade­nau, der kürz­lich im Hotel „Blaue Ecke“ in Ade­nau statt­fand. Für das als gemein­sa­me Initia­ti­ve der CDU in der Ver­bands­ge­mein­de Ade­nau und der CDU-Kreis­­tags­­­frak­­ti­on auf den Weg gebrach­te Pro­jekt sei­en, so Pföh­ler zu den rund 40 Zuhö­rern, zwi­schen­zeit­lich Pla­nungs­kos­ten sowohl im Haus­halt des Krei­ses wie auch der Ver­bands­ge­mein­de von ins­ge­samt 200.000,- Euro bereit­ge­stellt. Auf Basis einer Mach­bar­keits­stu­die sol­len nun die wei­te­ren Schrit­te ange­gan­gen wer­den. Gleich­zei­tig mach­te der Land­rat aber auch deut­lich, dass ange­sichts der Dimen­si­on der Inves­ti­ti­on, eine Finan­zie­rung nicht ohne eine deut­li­che Bezu­schus­sung durch das Land Rhein­­land-Pfalz mög­lich sei. Der Vor­sit­zen­de der ein­la­den­den CDU, Micha­el Kor­den, wies in die­sem Zusam­men­hang noch­mals dar­auf­hin, wie wich­tig es sei, dass Kin­der und Jugend­li­che auch in der Ver­bands­ge­mein­de Ade­nau wie­der regel­mä­ßig im Schul­un­ter­richt und dar­über hin­aus in Schwimm­kur­sen Schwim­men ler­nen könn­ten. Nach der Schlie­ßung des Bade­no­va müs­se hier zumin­dest für die­se Grup­pe zwin­gend ein Ersatz­an­ge­bot geschaf­fen werden. 

In sei­nem wei­te­ren Vor­trag unter der Über­schrift „Stand und Per­spek­ti­ven des Krei­ses Ahr­wei­ler und der Ver­bands­ge­mein­de Ade­nau“ ging Land­rat Dr. Pföh­ler auf die gesam­te Band­brei­te der Kreis­po­li­tik mit Bezü­gen zur Ver­bands­ge­mein­de Ade­nau ein. So habe der Kreis als Schul­trä­ger allei­ne für die Hoch­ei­fel Real­schu­le Plus mit Fach­ober­schu­le Ade­nau, das Erich-Klau­­se­­ner-Gym­­na­­si­um sowie die Nür­­bur­g­­ring-Schu­­le in Wim­bach in den ver­gan­ge­nen Jah­ren rund 15 Mio. Euro inves­tiert. Gemein­sam mit Kom­mu­nen und Trä­gern habe man eben­so erheb­li­che Anstren­gun­gen unter­nom­men, um den Rechts­an­spruch auf einen Kin­der­gar­ten­platz zu gewähr­leis­ten und einen Aus­bau der Ange­bo­te zu finan­zie­ren. In der Ver­bands­ge­mein­de Ade­nau stün­den inzwi­schen 114 U3-Plä­t­­ze und 219 Ganz­tags­plät­ze zur Verfügung.

Auch im Umwelt‑, Natur- und Kli­ma­schutz habe der Kreis vie­le Pro­jek­te ange­sto­ßen, von denen das Ade­nau­er Land pro­fi­tie­re. Allen vor­an das Natur­schutz­pro­jekt Obe­re Ahr-Hoch­­ei­­fel, wodurch die Fließ­ge­wäs­ser­le­bens­räu­me der obe­ren Ahr und ihrer Neben­bä­che für kom­men­de Genera­tio­nen erhal­ten wer­den. Durch gemein­sa­me Inves­ti­tio­nen mit Bund und Land wer­den hier über 14 Jah­re hin­weg 10 Mio. Euro, davon 1 Mio. Euro an Kreis­mit­teln, in die Gewäs­ser­er­hal­tung, blü­ten­rei­che Tal­wie­sen und natur­na­he Auen­wäl­der und damit in die Bio­lo­gi­sche Viel­falt und den Kli­­ma- und Hoch­was­ser­schutz inves­tiert. Wie an allen kreis­ei­ge­nen Schu­len, so Land­rat Dr. Pföh­ler, sei­en auf den Dächern des EKG und der Nür­burg­ring­schu­le Solar­an­la­gen instal­liert, an der För­der­schu­le in Wim­bach sei zudem eine Erwär­­me-Hei­­zung ein­ge­baut wor­den. Gut ange­nom­men wer­de auch das Kreis­pro­jekt „Arten­rei­che Wie­se – Lebens­raum für Bie­ne, Schmet­ter­ling & Co“. So habe zum Bei­spiel die Orts­ge­mein­de Eichen­bach unter neu gepflanz­ten Streu­obst­bäu­men eine Blüh­flä­che ange­legt und ein Insek­ten­ho­tel aufgestellt.

Kreis und Kom­mu­nen sorg­ten durch hohe Inves­ti­tio­nen in Schu­len, Kin­der­gär­ten und Infra­struk­tur für gute Stand­ort­fak­to­ren. Ein enorm wich­ti­ges Pro­jekt sei in die­sem Zusam­men­hang der Lücken­schluss der A1. Hier hat­te der Land­rat kürz­lich den Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter und die Lan­des­ver­kehrs­mi­nis­ter aus NRW und Rhein­­land-Pfalz ange­schrie­ben und auf die beson­de­re Bedeu­tung der durch­ge­hen­den Auto­bahn A1 für die Infra­struk­tur und wei­te­re Ent­wick­lung der Eifel hin­ge­wie­sen. Wie Dr. Pföh­ler berich­te­te sei ihm geant­wor­tet wor­den, dass man mit Hoch­druck an der erfor­der­li­chen Plan­fest­stel­lung arbei­te und das Bau­recht für das ver­blie­be­ne Teil­stück von Kel­berg nach Blan­ken­heim näher rücke. Mit einem Lob für den der­zeit lau­fen­den Breit­band­aus­bau in der VG Ade­nau kün­dig­te Pföh­ler eine neue Initia­ti­ve im Kreis für den Aus­bau von flä­chen­de­ckend ultra­schnel­lem Inter­net mit einer Glas­fa­ser­ver­sor­gung direkt ins Haus an. Durch eine gemein­sa­me Antrag­stel­lung aller Gebiets­kör­per­schaf­ten sol­len hier zu erwar­ten­de neue För­der­pro­gram­me in Anspruch genom­men werden. 

In der an den Vor­trag des Land­ra­tes anschlie­ßen­den Dis­kus­si­on befass­ten sich zahl­rei­che Wort­mel­dun­gen mit dem Bedarf an Gewer­be­flä­chen in der Ver­bands­ge­mein­de Ade­nau und ins­be­son­de­re der Situa­ti­on des St. Josef Kran­ken­hau­ses in Ade­nau. Was das Ade­nau­er Kran­ken­haus angeht, berich­te­te Dr. Pföh­ler von gemein­sa­men Gesprä­chen der kom­mu­na­len Ver­tre­ter mit dem Land und der Mari­en­haus GmbH und for­der­te die Anwe­sen­den auf, hier wei­ter­hin auf allen Ebe­nen aktiv zu blei­ben und sich für das Kran­ken­haus einzusetzen.