11. Novem­ber 2020

CDU-Wershofen dankt Baldauf und Gies: L 74-Ausbau ins Landesstraßenbauprogramm aufgenommen

Der CDU-Orts­­ver­­­band Wers­ho­­fen-Ant­­wei­­ler dankt Chris­ti­an Bald­auf und Horst Gies für ihren per­sön­li­chen Ein­satz für den Aus­bau der L 74. Kurz nach dem Orts­ter­min des CDU-Frak­­ti­on­s­­vor­­­si­t­­zen­­den im rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Land­tag und dem Wahl­kreis­ab­ge­ord­ne­ten  in Wers­ho­fen und deren dar­auf fol­gen­den Ein­satz im zustän­di­gen Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um in Mainz wur­de die seit Jah­ren gefor­der­te Stra­ßen­bau­maß­nah­me in das Lan­des­stra­ßen­bau­pro­gramm aufgenommen.

Auf Ein­la­dung des CDU-Orts­­ver­­­ban­­des Wershofen/Antweiler hat­ten sich Chris­ti­an Bald­auf und Horst Gies am 03. März die­ses Jah­res bei einem Besuch der Orts­ge­mein­de Wers­ho­fen selbst ein Bild vom Zustand der L 74 gemacht. Neben den Ver­tre­tern des CDU-Kreis‑, Gemein­­de- und Orts­ver­ban­des hat­ten sei­ner­zeit Ver­tre­ter der Ver­bands­ge­mein­de und Mit­glie­der des Orts­ge­mein­de­ra­tes Wers­ho­fen sowie Mit­glie­der des Ver­eins „Wers­ho­fen­AK­TIV“ — der sich zuvor u.a. durch zahl­rei­che Aktio­nen, wie das Sam­meln von über 1.500 Unter­schrif­ten für den Aus­bau der L 74 ein­setzt hat­te — am Besuch der bei­den CDU-Lan­­des­­po­­li­­ti­­ker teilgenommen.

Der Zustand der L 74 war bei der Zustands­er­fas­sung und ‑bewer­tung (ZEB) der Lan­des­stra­ßen in Rhein­­land-Pfalz, die als Grund­la­ge für ein Erhal­tungs­ma­nage­ment der Stra­ßen dient, als „sehr schlech­ter Zustand“ ein­ge­stuft wor­den. „Abge­se­hen von der Zustands­er­fas­sung und ‑bewer­tung hin­aus ist eine Befah­rung gefähr­lich sowie die Ver­kehrs­si­cher­heit der L 74 in der­zei­ti­gem Zustand nicht gege­ben“ erläu­ter­te Tors­ten Raths, Vor­sit­zen­der der CDU-Wers­ho­­fen und Orts­bür­ger­meis­ter. „Die L 74 wird täg­lich von der Bevöl­ke­rung aus Wers­ho­fen und den umlie­gen­den Ortschaften,Besuchern, Gewer­be­trei­ben­den, Frei­be­ruf­lern, Pend­lern, Schü­lern und Tou­ris­ten befah­ren und genutzt. Die not­ärzt­li­che Ver­sor­gung, die Anfahrt für aus­wär­ti­ge Feu­er­weh­ren und Ret­tungs­kräf­te gestal­tet sich durch die schlech­ten Aus­bau­zu­stand und der Stra­ßen­schä­den der L 74 nach Wers­ho­fen als äußerst schwie­rig“ wuss­te Orts­bür­ger­meis­ter Raths zu berichten.

Die Orts­ge­mein­de Wers­ho­fen ist ohne­hin bedingt durch ihre topo­gra­fi­sche Höhen­la­ge sehr stand­ort­be­nach­tei­ligt, sodass zu befürch­ten ist, dass zum Einen Gewer­be­trie­be den Ort ver­las­sen müs­sen und zum Ande­ren die Men­schen im Ort, vor allem die Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen, aber auch Pend­ler sich mit der Über­le­gung tra­gen, Wers­ho­fen zu ver­las­sen. Die Ent­schei­dung über einen Weg­zug aus Wers­ho­fen hin zum Ausbildungs‑, Stu­­di­en- und Arbeits­ort wird durch den schlech­ten Zustand der L 74 sicher­lich nicht unbe­rück­sich­tigt gelas­sen“ so Raths weiter.

Die Kreis- und Lan­des­stra­ßen sei­en im länd­li­chen Raum eine, wenn nicht die wich­tigs­te Infra­struk­tur. Die ver­gleich­we­sie gerin­ge Fre­quen­tie­rung der L 74 dür­fe nicht das Haupt­ar­gu­ment bei der Ent­schei­dung über den Aus­bau der L 74 sein, for­der­te der Ver­ein „Wers­ho­fen­Ak­tiv“ in sei­ner Unter­schrif­ten­lis­te, die im Mai 2019 der Lan­des­re­gie­rung über­ge­ben wor­den war. Auf Nach­fra­ge von Chris­ti­an Bald­auf, ob oder was sich nach der Über­ga­be der Unter­schrif­ten­lis­te sei­tens der Lan­des­re­gie­rung getan habe, konn­ten die Ver­tre­ter des Ver­eins „Wers­ho­fen­AK­TIV“ lei­der von kei­ner­lei Rück­mel­dung sei­tens der Lan­des­re­gie­rung berichten.

Auch für Unter­neh­mer in Wers­ho­fen gestal­tet sich der Zustand der L 74 mehr als kri­tisch. So hat­ten Son­ja und Andre­as Bren­ner vom Tief­bau­un­ter­neh­men Bren­ner aus Wers­ho­fen beim Orts­ter­min im März auf die zu  schma­le Fahr­bahn hin­ge­wie­sen, deren Brei­te der befes­tig­ten Flä­che nicht dem Stan­dard­quer­schnitt für Lan­des­stra­ßen ent­spricht. Ins­be­son­de­re der Begeg­nungs­ver­kehr mit Bus­sen und LKW‘s sei hoch­pro­ble­ma­tisch und bei schlech­ten Wit­te­rungs­ver­hält­nis­sen durch die enge Kur­ven­füh­rung äußerst gefähr­lich. Für Schwer­last­ver­kehr ist die­ser Stre­cken­ab­schnitt zudem die ein­zi­ge Ver­kehrs­an­bin­dung nach Wers­ho­fen. Die Zufahr­ten aus Rich­tung Hüm­mel im wei­te­ren Ver­lauf der L 74 sowie der Kreis­stra­ße K 9 aus Rich­tung Ohlen­hard sind für Schwer­last­ver­kehr infol­ge der man­geln­den Belast­bar­keit der Brü­cken­bau­wer­ke seit mehr als 20 Jah­ren gesperrt.